Über das Jagdrevier Charakteristik der Lokalität

1.1 Geographische Orientierung und orographische Zustände

 

            Das Jagdreviergebiet liegt überwiegend im orographischen System der Südslowakischen Kessel und teilwiese auch im Slowakischen Erzgebirge (Hromádka 1956). Der orographische Komplex Lučenecer Kessel als Bestandteil des Systems von Südslowakischen Kesseln nimmt einen überwiegenden Teil des Gebietes vom Forstwirtschaftskomplex ein. Die Grenze zwischen dem Gebirgsfuβ Cinobaňa und Lučenecer Kessel bildet ungefähr die Linie: Kalinovo-Breznička-Zelené-Poltár-Pondelok-Selce. Lučenecer Kessel besteht aus breiten Streifen der Flusswiesen von Pläistozenterrassen den Fluss Ipeľ begleitet, aus seinen Hauptnebenfüssen und aus der Hügelebene. Diese wird durch einen dicken Talnetz und flusslosen Talebenen geteilt. Die Höhenrücken sind hier nicht deutlich, sie sind fast flach. Ihre Hauptrichtung ist überwiegend Osten – Westen. Die südlichen überwiegen im groben Merkmal über den nördlichen Expositionen. Lučenecer Kessel charakterisiert eine einfache Zusammensetzung und seine Oberfläche und er gehört zur intravulkanischer Furche. Sie ist mit der Schicht von Diluviallöβlehm bedeckt, unter der sich die Tertiärsedimente befinden, die dem Oligozän, Miozän ind Pleiozän gehören. Von den Gesteinen im diesen Unterbau werden die Kies-, Sand-, Sandstein und Löβschichten vertreten. Der am niedrigsten liegende Punkt ist Bach Petrovec (191 Meter über dem Meer) beim Dorf Pinciná.

1.2 Hydrologische und Regenzustände

            Das Jagdreviergebiet gehört ins Flussgebiet Donau und Flussgebiet Ipeľ, dessen Fluβsystem beiseitig wenig entwickelt ist. Es handelt sich um ein etwicklungsweise junges, also porenartiges System. Ipeľ ist ein Fluss der oligozän-neogener Bereiche, denn sein Flussgebiet ist überwiegend durch oligozäner und neozäner Sedimente mit vulkanischen Serien gebaut. Die gebirgsbildenden Prozesse im Neogen waren die Haupterkenner für die Flussnetzentwicklung Ipeľ, der sich den Weg durch die Kessel durchgebrochen hat. Diese verteilten die Kristallmesozoische Zone von der Vulkanzone. Es gilt, dass die Charakteristik des Flussgebiets Ipeľ vor allem durch hydrologischen Charakter der Vulkanschichten gegeben ist, die den überwiegenden Teil der Umgebung bilden. Von den bedeutendsten Nebenflüssen von Ipeľ im Jagdreviergebiet sind: Poltarica, Bach Petrovec, Bach Maštinec und Šťavica.          

            Regenzustände, einer der wichtigsten Wachsfaktoren, sind durch die jahrdurchschnittliche Niederschlagsumme und durch den Niederschlagjahresablauf charakterisiert. Das Jagdreviergebiet gehört in einen warmen Bereich, er gehört in die Klimazone A4 – warm, mild trocken, mit kaltem Winter und durchschnittlichen Jahresniederschlagen cca 600 Milimeter. Februar hat die wenigsten Niederschläge im Jahresdurchschnitt und maximale Werte werden im Mai erreicht. Nachdem senken wieder die Monatsniederschlagsummen bis zum Oktober, wenn die Niederschläge zunehmen beginnen.

  

1.3 Temperatur- und Windzustände

            Ähnlich wie bei den Niederschlägen setzt sich neben dem Grundeinfluss der geographischen Lage auch das Oberflächerelief des Gebietes bei der Temperaturenverteilung durch. Das Jagdreviergebiet ist warm, die durchschnittlichen Jahrestemperaturen erreichen 8 Grad Celsius. Der kälteste Monat im Jahre ist Januar, am wärmsten ist Juli. In der Vegetationsperiode ist die durchschnittliche Temperatur 15 Grad Celsius. Eine Ergänzung der Temperaturencharakteristik ist die Dauer und der Periodeeintritt mit durchschnittlichen Tagestemperaturen 5 Grad Celsius und mehr, die vom Ablauf der Monatstemperaturen hergelitten sind und auch von Hinsicht der wirklichen Zahl der Tage mit erwähnter Temperatur. Die Vegetationszeitdauer ist 230 Tage, der Anfang ist am 26. – 28. März und Ende ist am 4. – 6. November.

Die häufigsten Winde im Jagdreviergebiet kommen vom Nordwesten und Westen. Am wenigsten gibt es südliche und östliche Winde. Maximale Windstille fällt auf einen der Winter- oder Herbstmonat, gewöhnlich auf Sommerende oder Herbstanfang. Minimum der Windstille gibt es am Anfang der Vegetationsperiode im April, manchmal schon im März. Das maximale Vorkommen der starken Winde in der Stärke 5 Beauf übersteigt nicht 1%. 24% bilden die Winde in der Stärke 2 - 4 Beauf, 75% von allen Winden bilden die Winde in Stärke 0 – 1 Beauf.

 

1.4 Geologische- und Bodenzustände

            Das Gebiet liegt im Bereich der Karpatten, die durch eine sehr lange und komplizierte Entwicklung entstanden. Sie wurden mehrmals gefaltet, mit der See begossen und wieder gefaltet. Die vulkanische Tätigkeit Ende des Tertiärs gab den Karpatten eine Ausssicht, die sie sich in groben Rissen bis heute bewahrten. Die Entstehung und der geologische Bau der Kessel hängen eng mit der Gesamtentwicklung des Westkarpatter Gebirgssystems zusammen. Nach der Ausfaltung des Gebirges kam es im älteren Neogen zur Transgression (Meeresaufstieg), das Meer begoss die erniedrigten Teile nicht nur am Rande, sondern es drang auch in die Kessel drinnen der Karpatten ein. Am Ende des älteren Miozäns zog das Meer im Ganzen ab. Noch später, im jüngeren Neogen wurde die Verbindung mit dem Meer ganz unterbrochen. Die Flüsse führten das Regenwasser von Karpatten in die Seen und Aussenmeeresbuchten ein, süβten sie aus, so dass nach einer Zeit das salzige Meereswasser durch das süβe Meereswasser ersetzt wurde. Die Kesselunterteile füllen die Schlichten der jüngeren Meeressedimente (Basaltrümmergesteine, Kalkstein, Mergel, Mergeltone). Auf den Meeressedimenten liegen die Süβwassersedimente (Löβ, Süβwasserkalkstein, Schotter, Sand).

Ende des Neogens im Pliozän trat das Meer definitiv zurück. Die Seesedimente wurden durch Festlandflussanschwemmungen (Schotter, Sände, Schlammlehm) und Windanschwemmungen (Löss, Lehm) verschlämmt.

Der Waldboden ist ein Ergebnis der komplizierten bodenbildenden Prozesse, mit der sich immer ändernder Dynamik der Bodeneigenschaften (physikaler, chemischer, biotechnischer, biologischer), die eine Bedingung zur Bildung des Bodentyps sind, mit der gesetzmäβiger Schichtung und mit einer Reihe von wichtigen morphologischen und stratigraphischen Zeichen. Das Bodenprofil hat meistens einige Horisonte, die sich durch ihre Einordnung, Chemie, Struktur, Kornaufbau, Farbe, Tiefe, Feuchtigkeit und Konsistenz unterscheiden. Sein Bild beeinflussen diese bodenbildenden Faktoren:

  • Muttergestein
  • Relief
  • Klima
  • Alter
  • Menschentätigkeit

 

1.5 Fytozänologische Zustände und die Bewertung der Holzartwachsbedingungen

            Im Gebiet des Jagdreviers ist die Eichenwaldvegetationsstufe verbreitet, die ein Bestandteil des Lučenecer Kessels ist. Nährreihe B stellt Hagebucheeichenforste (Carpineto-Quercetum) dar. Diese Gruppe von Forsttypen war am längsten dem Menschenansturm aufgestellt. Die Böden haben Ockertöne und auf den Hüllen der Lösslehme sind sie gewöhnlich ohne Skelett. Die Humifizierung wird oft beschleunigt. Die Gemeinschaften haben einen Grascharakter, mit der Überzahl von dem schmalblätterigen Wiesenrispengras. Die feuchteren Typen beweisen eine erhöhte Teilnamhme der Rasenschmiele und „čerkáč peniažkovitý“. Derzeitiger Zustand der Auswüchse und die Überzahl des Ausschlagzers ist die Folge der Ausschlagwirtschaft. Die Hagebuche und die Strauchschicht (Wachholder) ist ein natürlicher Bestandteil der Gemeinschaften.

            Der Bezirkamt Lučenec reihte das Jagdrevier Petrovec auf Forstbodenfläche 1462,87 ha und Landwirtschaftlicher Fläche 3008,53 ha mit der Entscheidung Nummer 134/34/93 vom 28.6.1994 ein.

Bezirksforstamt Lučenec

Die Hauptgruppe der Forsttypen ist Carpineto-Quercetum


 

 

Tabelle 1.1 Normstammzustände für Jagdrevier Petrovec

 

Wildart

Normstammzustände

Geschlechtsverhältnis

Zuwuchskoeffizient

Damwild

187

1:1

1,0

Rehwild

210

1:1

1,3

Muffelwild

37

1:1

1,2

Wildschweinwild

64

1:1

1,3

Fasanenwild

183

1:3

0,3

Hasenwild

126

1:1

0,2

Rebhuhnwild

56

1:1

0,1

 

 

    

Das Jagdrevier Petrovec wird in den Rehjagdbereich S XIV Lučenec – Süden und in die Damhirschlokalität D 13 Kalinovo, in die erste Qualitätsklasse eingereiht. Der Zuwuchskoeffizient für das Damwild ist 1,0. Der genormte Stammzustand des Damwildes im Jagdrevier Petrovec ist auf 187 Stück festgestellt.

 

 

 

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